Entwicklung eines zeitgemäßen Verfahrens zur vereinfachten Bestimmung der Leistungszahl (NL-Zahl) von Trinkwarmwasserspeichern (NL-Sim)

Beschreibung

Ziel ist die Entwicklung eines zeitgemäßen Verfahrens zur vereinfachten Bestimmung der Leistungszahl (NL-Zahl) von Trinkwarmwasserspeichern, da Trinkwassererwärmungsanlagen für Wohngebäude bis heute in der Praxis häufig nach der 1979 veröffentlichten DIN 4708 ausgelegt werden. Ursächlich dafür, dass die Auslegung nicht nach der DIN EN 12831-3 aus 2017 erfolgt, ist die Komplexität der benötigten Daten. Die NL-Zahl nach DIN 4708-3 charakterisiert das Leistungsvermögen einer Kombination aus Wärmeerzeuger und Trinkwarmwasserspeicher, warmes Trinkwasser mit einer bestimmten Menge und Temperatur über einen Zeitraum zu liefern und wird überwiegend von KMU in der Planung und Ausführung genutzt. Die NL-Zahl wird auch bei einer Etablierung der DIN EN 12831-3 relevant bleiben, da Auslegungsprogramme der Speicherhersteller auf sie zurückgreifen.
Die DIN 4708 ist nicht mehr zeitgemäß, da sich durch zunehmende Komfortansprüche der Trinkwarmwasserbedarf erhöht und die Wärmeerzeugerleistung aufgrund sinkender Gebäudeheizlasten reduziert hat. Zusätzlich ist das Messverfahren zur Ermittlung der NL-Zahl nach DIN 4708-3 wegen der iterativen Vorgehensweise sehr aufwändig. Für eine zeitgemäße Ermittlung der NL-Zahl werden erstens die Randbedingungen der  Bestimmung des Trinkwarmwasserbedarfs an typische Entnahmestellen und Zapfverhalten angepasst. Zweitens soll die Ermittlung der NL-Zahl um einen neuartigen, simulativen Ansatz erweitert werden, was deutliche Zeit- und Kosteneinsparungen ermöglicht. Die Entwicklung und Validierung dieses Vorgehens stellt den Projektschwerpunkt dar, mit dem zentralen Ergebnis eines Textvorschlags für ein zeitgemäßes Verfahren in einer novellierten DIN 4708-3. Ergänzend wird ein Transformationsverfahren zur Überführung der NL-Zahl in das Speichervolumen nach DIN EN 12831-3 und vice versa erarbeitet.
Speziell Branchen mit hohem KMU-Anteil (Fachplaner, Hersteller, Installateure) profitieren von der Anpassung des bewährten, einfach zu handhabenden Verfahrens.

Laufzeit: 02/2026 bis 07/2028
Förderkennzeichen: 01IF24730N

Dieses vorwettbewerbliche Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit den Mitteln der IGF gefördert.